Freie evangelische Gemeinde Freiburg
..das ist die Gemeinde des lebendigen Gottes...
1. Tim 5,15

Woran wir Glauben

Wer Mitglied einer Freien evangelischen Gemeinde ist, für den ist die Bibel Gottes Wort. In ihr steht, daß Gott eine persönliche Beziehung zu den Menschen haben möchte, weil er den Menschen als sein Gegenüber geschaffen hat. Gott hat für jeden eine Aufgabe, die sein Leben sinnvoll macht. Gott liebt alle Menschen und läßt ihnen daher auch die Freiheit, an ihn zu glauben oder nicht. Im Mißbrauch seiner Freiheit lehnt sich der Mensch gegen Gott auf. Er führt sein Leben nach eigenen Vorstellungen und fragt nicht nach dem, was Gott will. Das nennt die Bibel Sünde. Durch sie ist der Mensch von Gott hoffnungslos getrennt. Aber Gott hat gehandelt, um die Gemeinschaft mit dem Menschen wiederherzustellen. Er hat durch seinen Sohn Jesus Christus eine Brücke gebaut. Jesus starb für die Sünde am Kreuz, damit die Menschen wieder mit Gott leben können. Wer zum Glauben an Jesus Christus kommt, sieht ein, daß er bisher falsch gelebt hat und bereut es. Ihm wird die Schuld vergeben. Er ist entlastet und frei.

Ein Mensch, der an Jesus Christus glaubt, weiß: Gott ist da, er läßt den Menschen nicht los. Und Gott verspricht dem, der an ihm festhält, ein Leben über den Tod hinaus. Das ist die Hoffnung der Christen.

Mit Gott leben heißt auch, mehr von ihm wissen zu wollen. Darum lesen Christen die Bibel, und beten zu Gott. Wer Gott kennengelernt hat, möchte sich ihm zur Verfügung stellten und mithelfen, daß auch andere Menschen Gottes Liebe erfahren.

Wie wir Gemeinde verstehen?

Wenn ein Mensch anfängt, ernsthaft an Gott und Jesus Christus zu glauben, dann verändert sich sein Leben. Es bekommt eine neue Richtung mit neuen Inhalten. Dieser Glaube, durch den der einzelne ein bewußter Christ wird, führt ihn mit anderen Menschen zusammen, die diese Überzeugung teilen. Auch sie bekennen sich zu ihrem Glauben an Jesus Christus und bilden so eine Gemeinschaft, eine Gemeinde. Auch Freie evangelische Gemeinden entstanden so.

Mitglied einer Freien evangelischen Gemeinde kann deshalb nur der werden, der glaubt und bekennt, daß Jesus Christus sein Herr ist und dessen Leben mit diesem Bekenntnis übereinstimmt. In der Regel wird diese persönliche Beziehung in einer bewußten Taufe vor Gott festgemacht und vor Menschen bezeugt, aber sie ist nicht Bedingung zur Mitgliedschaft. Am Abendmahl können alle teilnehmen, die aus diesem Glauben leben. Im Abendmahl feiern wir den Tod Jesu Christi am Kreuz als einzige bleibende Grundlage unseres Glaubens.


Da Gott die Menschen, die an ihn glauben, mit unterschiedlichen Gaben beschenkt hat, sollten sie auch im Gemeindeleben zur Entfaltung kommen. Daher setzen sich viele in der Gemeindearbeit und in der Gottesdienstgestaltung ein. Der Apostel Paulus vergleicht die Gemeinde mit einem Körper, der viele Körperteile hat. Jeder Körperteil hat eine Funktion. Er kann nicht ohne den anderen auskommen. Gemeinde ist Gemeinschaft miteinander und Gemeinschaft mit Jesus Christus.

Wie finanzieren wir uns? Alle Arbeitsbereiche werden durch freiwillige Spenden der Mitglieder finanziert. Es wird keine Kirchensteuer erhoben.

Was ist der "Bund Freier evangelischer Gemeinden"?

Nun, auf den Punkt gebracht, könnte man sagen: gemeinsam sind wir stark und gemeinsam können wir unseren Glauben nach außen hin besser zeigen. Es gibt zur Zeit rund 400 Freie evangelische Gemeinden in Deutschland. Sie haben sich seit 1874 zum "Bund Freier evangelischer Gemeinden" zusammengeschlossen. Dieser Bund will mehr sein als nur ein Zweckbündnis. In der für alle Freien evangelischen Gemeinden verbindlichen Verfassung heißt es: "Der Bund Freier evangelischer Gemeinden ist eine Lebens- und Dienstgemeinschaft selbständiger Gemeinden." Über diesen Bund werden gemeinsame Aufgaben wahrgenommen, wie etwa die Ausbildung von Pastoren, die Gründung neuer Gemeinden und die Wahrnehmung diakonisch-sozialer Aufgaben im In- und Ausland.

Freie evangelische Gemeinden wissen, daß sie nur ein Teil der weltweiten Gemeinde Jesu Christi sind und arbeiten deshalb, wo sich die Gelegenheit gibt, mit anderen Gemeinden und Kirchen auf der Grundlage der Deutschen Evangelischen Allianz zusammen.